Im Dezember 1971 wollte Deep Purple eigentlich in Montreux am Genfersee ihr neues Album aufnehmen. Dafür hatten sie das Rolling-Stones-Mobile-Studio gemietet – einen mobilen Aufnahmewagen, der direkt am Veranstaltungsort stehen konnte.
Doch dann kam alles anders.
Am 4. Dezember spielte Frank Zappa & The Mothers of Invention im Casino Montreux. Während des Konzerts feuerte ein Zuschauer mit einer Leuchtpistole in Richtung Decke. Die Decke fing Feuer – und innerhalb kürzester Zeit stand das Casino in Flammen.

Deep Purple saßen auf der anderen Seite des Sees und beobachteten, wie eine riesige Rauchwolke über Montreux zog.
Und genau daraus entstand später die berühmte Zeile:
„Smoke on the water“
Das eigentliche Problem begann allerdings erst danach: Das Casino war unbenutzbar, und Deep Purple mussten kurzfristig einen neuen Aufnahmeort finden. Schließlich landeten sie im leeren Grand Hotel von Montreux.
Dort improvisierten sie ihr Aufnahmestudio. Die Zimmer wurden zu Aufnahmeräumen, die Flure dienten als Kabelwege – und die ungewöhnliche Umgebung prägte den Sound des späteren Albums Machine Head.
Das berühmte Gitarrenriff von „Smoke on the Water“ entstand ebenfalls in dieser Zeit.
Das Kuriose daran: Einer der bekanntesten Rocksongs aller Zeiten handelt nicht von einem spektakulären Rockstar-Erlebnis, sondern schlicht von einem abgebrannten Casino.
Und der Brand selbst war nicht einmal als Teil der Show geplant.
